INTERREG NonHazCity 3

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Das EU-Projekt NonHazCity 3 (01/2023–12/2025) setzte sich zum Ziel, gefährliche Stoffe im Bauwesen zu reduzieren und so Gesundheit, Umwelt und Gewässer im Ostseeraum besser zu schützen. Im Fokus standen insbesondere Bauprodukte und Materialien, die beim Bau, bei Renovierungen oder beim Rückbau von Gebäuden eingesetzt werden.

Im Projekt arbeiteten Partnerorganisationen aus acht Ländern rund um die Ostsee zusammen, darunter Kommunen, Forschungseinrichtungen, NGOs und Unternehmen. Gemeinsam entwickelten wir Strategien, Werkzeuge und Informationsangebote, um schadstoffarme, kreislauffähige und klimafreundliche Bau- und Renovierungspraktiken zu fördern.

Ein Schwerpunkt lag darauf, Wissen über Chemikalien in Bauprodukten zugänglicher zu machen und dieses Wissen stärker in Planung, öffentliche Beschaffung und Bauprozesse zu integrieren. Dazu wurden unter anderem Leitfäden, Schulungsangebote und Informationsmaterialien für Kommunen, Fachleute und private Bauherr*innen erarbeitet.

Die entwickelten Ansätze wurden in Pilotaktivitäten in verschiedenen Partnerstädten getestet. So konnte gezeigt werden, wie sich schadstoffarmes, zirkuläres und klimaneutrales Bauen in der Praxis umsetzen lässt – von kommunalen Beschaffungsstrategien bis hin zu konkreten Renovierungsprojekten.

Mit dem Abschluss des Projekts liegt nun eine Reihe praxiserprobter Lösungen vor, die Kommunen, Planende und Bauherr*innen dabei unterstützen, Gebäude künftig gesünder, ressourcenschonender und klimafreundlicher zu gestalten.

NonHazCity 3 Abschlusskonferenz in Vilnius 25.11.2025

Projektdetails

  • Projektname: NonHazCity 3
  • Projektleitung: Riga City Council
  • Themenbereiche: Chemikalienmanagement, Meeresschutz und Wassermanagement
  • Gefördert durch: INTERREG Baltic Sea Region
  • Laufzeit: 01/2023 – 12/2025
  • Projektwebseite: https://interreg-baltic.eu/project/nonhazcity-3/

Beteiligte Länder

Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen, Schweden

Projektmitarbeitende

Projektleitung beim Baltic Environmental Forum Deutschland:

Weitere Mitarbeitende:

Das Projekt NonHazCity 3 wurde durch das Programm INTERREG Baltic Sea Region der Europäischen Union gefördert.

Im Rahmen von NonHazCity 3 wurden verschiedene praxisnahe Materialien und Werkzeuge auf Deutsch entwickelt, die Verbraucher*innen, Bauenden, Planer*innen und Kommunen bei einer schadstoffarmen, zirkulären und klimafreundlichen Renovierung unterstützen. Dazu gehören digitale Angebote, praxisorientierte Leitfäden sowie Informationsmaterialien aus Pilotprojekten.

Die folgenden Materialien stellen zentrale Ergebnisse der Projektarbeit dar und bieten konkrete Orientierung für die Auswahl gesunder Baustoffe, nachhaltige Renovierungsentscheidungen und den Umgang mit Chemikalien im Gebäudebereich:

Deutschsprachige Projektergebnisse

Die Webanwendung Check(ED) hilft Nutzer*innen dabei, ihre mögliche Exposition gegenüber hormonell wirksamen Schadstoffen (endokrinen Disruptoren) wie Bisphenolen, Phthalaten oder Flammschutzmitteln in Wohn- und Arbeitsumgebungen einzuschätzen. Auf Basis wissenschaftlicher Daten sowie individueller Angaben zu Lebensstil, Wohnsituation und Gewohnheiten liefert die Anwendung eine Einschätzung der Belastung und gibt personalisierte Empfehlungen zur Reduzierung gesundheitlicher Risiken.

Die App wurde im Projekt NonHazCity 2 entwickelt und im Rahmen von NonHazCity 3 um Inhalte zu Renovierung und möglichen Schadstoffquellen bei Bau- und Renovierungsarbeiten erweitert.

Die aktuelle Version kann hier getestet werden: https://nhc.check-ed.eu/de/

                                 

Der Do-it-yourself-Leitfaden „Giftfreie, kreislauffähige und klimafreundliche Renovierung meines Zuhauses“ richtet sich an Privatpersonen, die Renovierungsarbeiten selbst durchführen möchten. Er bietet einen Überblick über verschiedene Baumaterialien und deren mögliches Schadstoffrisiko sowie Informationen zu Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz im Gebäudebereich.

Darüber hinaus enthält der Leitfaden praktische Tipps zu sicherer Renovierung, Raumluftqualität, Energieeffizienz, Abfallentsorgung sowie zu rechtlichen und gesundheitlichen Aspekten. Auch Hinweise zur Auswahl von Fachbetrieben, die möglichst schadstoffarm arbeiten, sind enthalten.

Entdecken Sie den Leitfaden und starten Sie Ihre eigene giftfreie Renovierung: https://www.giftfreie-stadt.de/diy-guide/

Die im Projekt entwickelten Faktenblätter bieten kompakte und verständliche Informationen für nachhaltiges Renovieren. Sie zeigen auf, wie Gebäude gesundheitsverträglich, ressourcenschonend und klimaneutral gestaltet werden können – von der Interpretation von Sicherheitsdatenblättern über kritische Chemikalien in Gebäuden bis hin zu geeigneten Dämmstoffen, Ökosiegeln und dem NonHazCity-Baustoffkatalog für giftfreies Bauen.

Entdecken Sie die Faktenblätter und erfahren Sie, worauf es beim nachhaltigen und schadstoffarmen Renovieren ankommt!

  • Ein Bauprojekt mit besonderer Aufmerksamkeit auf Chemikalien in Baustoffen

Im Rahmen von NonHazCity 3 wurde die Sanierung eines Gemeindehauses der Kirchengemeinde Maria Magdalenen in Hamburg als Pilotprojekt begleitet. Am Beispiel eines Gebäudes aus den 1960er-Jahren wurde untersucht, wie Renovierungen so geplant werden können, dass Schadstoffe in Baustoffen reduziert, Materialien kreislauffähiger eingesetzt und Klimaschutzaspekte stärker berücksichtigt werden. Verschiedene Sanierungsoptionen – insbesondere für das Dach – wurden analysiert und Materialien hinsichtlich ihrer Umwelt- und Gesundheitswirkungen bewertet. Das Projekt zeigt, wie Bauentscheidungen frühzeitig nachhaltiger und „chemikalienbewusster“ gestaltet werden können.

Mehr zum Pilotprojekt erfahren Sie hier: Bauprojekt Maria Magdalenen

Mehr zum Projekt und zu den englischsprachigen Projektergebnissen erfahren Sie hier: https://www.giftfreie-stadt.de/projekt/nonhazcity-3/

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