Nach erfolgreichen Pilotphasen am Isebek- und Goldbekmarkt bringt SURI Signature gemeinsam mit dem Interreg-Projekt Change(K)now! und dem Baltic Environmental Forum Deutschland (BEF) das Mehrwegsystem nun auf weitere Wochenmärkte der Stadt. Ziel ist es, Einwegplastikverpackungen an den Ständen schrittweise durch Edelstahl-Mehrwegbehälter und nachhaltige Alternativen zu ersetzen.
Im Herbst 2025 begann die offizielle Rollout-Phase: Bis Anfang 2026 werden die wiederverwendbaren Edelstahlbehälter an rund zehn bis zwölf Hamburger Wochenmärkten eingeführt. Parallel dazu werden weitere Marktstände in das SURI-Poolsystem aufgenommen. Damit entsteht Schritt für Schritt ein stadtweites Netzwerk, in dem Mehrwegverpackungen unkompliziert genutzt, zurückgegeben und wieder in Umlauf gebracht werden können.
Ein wichtiger Baustein des Rollouts ist das einfache Pfandsystem, das ohne App oder digitale Registrierung funktioniert. Kundinnen und Kunden zahlen beim Kauf eine kleine Pfandgebühr, die sie beim nächsten Marktbesuch direkt wieder zurückerhalten. Ergänzt wird das System durch einen kleinen Preisnachlass von 4 %, der nachhaltiges Einkaufen zusätzlich belohnt.
Flankiert wird der Marktausbau durch intensive Schulungen für das Marktpersonal, Informationsmaterialien für Kundinnen und Kunden sowie eine Kommunikationskampagne, die ReUse sichtbar und attraktiv macht – vor Ort mit Bannern und Flyern, aber auch online mit kreativen Social-Media-Formaten. Unter anderem produzierte die Hamburger Initiative oCLEAN gemeinsam mit BEF ein Imagevideo und eine Social-Media-Kampagne, um besonders jüngere Zielgruppen für das Thema Mehrweg zu gewinnen.
Die Erfahrungen aus der Pilotphase haben gezeigt: Erfolg braucht gutes Design, klare Kommunikation und engagierte Mitarbeitende. Dank verbesserter, auslaufsicherer Edelstahlgefäße und einer engen Zusammenarbeit mit der Universität Kiel konnte das System noch benutzerfreundlicher gestaltet werden.
Langfristig soll das SURI-Mehrwegsystem Teil einer stadtweiten Wiederverwendungsinfrastruktur werden – kompatibel mit anderen Pfandsystemen und digitalen Rückverfolgungslösungen. So entsteht ein lokales, zirkuläres Mehrwegsystem, das Umwelt, Wirtschaft und Verbraucher:innen gleichermaßen einbindet.
Das Projekt Change(K(now)! wird von Interreg Baltic Sea Region kofinanziert. Das Hauptziel des Projekts ist ein Umdenken weg von Einweg- hin zu Kreislauf- oder Mehrwegsystemen für die Lebensmittellieferung in Städten und bei den Einwohner*innen der Ostseeregion.

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