Neues europäisches LIFE-Projekt startet: LIFE MUMs

Hormone. Kleine, aber essenzielle Botenstoffe in unserem Körper. Sie regulieren wichtige Entwicklungs- und Stoffwechselprozesse, Emotionen, Konzentrationsfähigkeit uvm. Chemikalien, die unseren Hormonen in Form und Struktur ähneln, haben oft eine vergleichbare Wirkung wie die Hormone, die sie imitieren. Solche hormonell wirksamen Chemikalien sind in vielen Alltagsprodukten enthalten und können insbesondere während der Schwangerschaft gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Das neue europäische LIFE-Projekt LIFE MUMs (Minimising Unseen Molecules) unterstützt Schwangere, Familien und Gesundheitsfachkräfte dabei, Belastungen durch diese Stoffe zu erkennen und zu reduzieren – mit wissenschaftlich fundierten Informationen, digitalen Werkzeugen und europaweiter Zusammenarbeit.

Neues europäisches LIFE-Projekt startet: LIFE MUMs (Minimising Unseen Molecules) schützt Schwangere und ihre Familien vor hormonell wirksamen Schadstoffen

Hormonell wirksame Chemikalien begegnen uns täglich – in Kosmetika, Lebensmittelverpackungen, Reinigungsmitteln oder Kunststoffen. Viele Menschen wissen jedoch nicht, dass einige dieser Stoffe insbesondere während der Schwangerschaft und in der frühen Kindheit gesundheitliche Risiken mit sich bringen können.

Genau hier setzt das neue europäische Projekt LIFE MUMs (Minimising Unseen Molecules) an. Gemeinsam arbeiten neun Organisationen aus Deutschland, Österreich, Polen, Portugal, Tschechien, Frankreich, Griechenland und Lettland daran, das Wissen über hormonell wirksame Chemikalien zu stärken und praktische Lösungen für den Alltag zu entwickeln.

Im Mittelpunkt stehen Schwangere, Eltern und Familien. Das Projekt möchte dabei unterstützen, mögliche Belastungsquellen zu erkennen und einfache Wege aufzuzeigen, die Belastung durch hormonell wirksame Chemikalien zu reduzieren.

Dafür entwickelt LIFE MUMs das digitale Tool CheckED weiter, dass Verbrauchende Schritt für Schritt mit individuellen Empfehlungen in einen schadstoffärmeren Alltag begleitet und das Belastungsrisiko mit EDCs ermittelt.

Gleichzeitig werden in mehreren europäischen Ländern praktische Maßnahmen in Haushalten erprobt und wissenschaftlich aufbereitet. Auch Gesundheitsfachkräfte wie Hebammen, Gynäkolog*innen und Pflegekräfte werden eingebunden und geschult, damit Umwelt- und Gesundheitsfragen stärker in die Beratung rund um Schwangerschaft und Familiengesundheit einfließen können.

Neben Forschung und Praxis steht vor allem die Aufklärung im Mittelpunkt. Mit einer europaweiten Informationskampagne möchte LIFE MUMs möglichst viele Menschen erreichen und zeigen, dass bereits kleine Veränderungen im Alltag einen Unterschied machen können – für die eigene Gesundheit, für zukünftige Generationen und für die Umwelt.

Wir freuen uns darauf, in den kommenden Jahren gemeinsam innovative Ansätze für mehr Gesundheit und weniger Schadstoffe im Alltag weiterzuentwickeln und (zukünftigen) Eltern dieses wertvolle Wissen, aber auch die Fähigkeiten an die Hand zu geben, die sie brauchen, um sicher, gesund und nachhaltig in die nächste Generation zu investieren.

Weitere Informationen zum Projekt und zu den kommenden Aktivitäten werden regelmäßig auf den Webseiten und Social-Media-Kanälen der Projektpartner*innen veröffentlicht.

LIFE MUMs wird von der Europäischen Union im Rahmen des LIFE-Programms kofinanziert. Die darin geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autor*innen und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder der CINEA wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können dafür haftbar gemacht werden.

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