LIFE MUMs ist gestartet. 💜 Kick Off Partner Meeting in Hamburg

Vom 8. bis 10. September kamen die Partnerorganisationen des neuen europäischen LIFE-Projekts LIFE MUMs (Minimising Unseen Molecules) in Hamburg zum ersten gemeinsamen Kick-off-Meeting zusammen. Neun Organisationen aus acht europäischen Ländern nutzten die drei Tage, um sich intensiv über die kommenden Projektaktivitäten auszutauschen, Ideen weiterzuentwickeln und gemeinsam die Weichen für die nächsten Jahre zu stellen.

Im Mittelpunkt von LIFE MUMs steht eine besondere Lebensphase: die Zeit vor und während der Schwangerschaft. Das Projekt möchte dazu beitragen, die Belastung durch hormonell wirksame Chemikalien (endokrine Disruptoren, EDCs) im Alltag zu reduzieren und wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete, alltagstaugliche Handlungsmöglichkeiten zu übersetzen.

Von wissenschaftlichen Erkenntnissen bis zum Alltag

Wie kann wissenschaftliches Wissen über hormonell wirksame Chemikalien so aufbereitet werden, dass es verständlich und praktisch nutzbar ist? Wie können Schwangere dabei unterstützt werden, mögliche Belastungsquellen in ihrem direkten Lebensumfeld zu erkennen? Welche Informationen benötigen Hebammen und andere Gesundheitsfachkräfte? Und wie können wir über mögliche Gesundheitsrisiken informieren, ohne Ängste zu schüren, sondern Menschen zu selbstbestimmtem Handeln zu befähigen?

Diese und viele weitere Fragen beschäftigten uns während des dreitägigen Treffens.

Gemeinsam diskutierten wir alle Arbeitsbereiche des Projekts im Detail, sammelten Ideen und arbeiteten in kleineren Workshops an konkreten Fragestellungen. Dabei ging es unter anderem um die wissenschaftliche Wissensbasis des Projekts, die Weiterentwicklung von CheckED für die Anwendung rund um die Schwangerschaft, die Zusammenarbeit mit Gesundheitsfachkräften, die geplante europaweite Informationskampagne sowie die Arbeit mit Haushalten.

Ein wichtiger Gedanke zog sich dabei durch viele Diskussionen: LIFE MUMs möchte nicht nur über Risiken informieren. Im Mittelpunkt sollen wissenschaftlich fundierte, positive und umsetzbare Empfehlungen stehen, die Menschen dabei unterstützen, selbst aktiv zu werden und ihre Belastung durch hormonell wirksame Chemikalien dort zu reduzieren, wo dies im Alltag möglich ist.

Gesundheit und Umweltwissen stärker zusammenbringen

Ein besonderer Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Verbindung zwischen Umwelt- und Gesundheitswissen. Denn Informationen über hormonell wirksame Chemikalien erreichen Menschen rund um Schwangerschaft und Familienplanung bislang nicht immer dort, wo sie besonders hilfreich sein könnten.

Deshalb wird LIFE MUMs in den kommenden Jahren eng mit unterschiedlichen Zielgruppen zusammenarbeiten. Dazu gehören insbesondere Schwangere und Frauen im reproduktiven Alter sowie Hebammen und Medizinstudierende. Ihre Erfahrungen, Perspektiven und ihr Feedback werden für verschiedene Aktivitäten des Projekts eine wichtige Rolle spielen.

Gehörst du zu einer dieser Gruppen? Dann lohnt es sich, LIFE MUMs in den kommenden Monaten im Blick zu behalten. Im Laufe des Projekts wird es verschiedene Möglichkeiten geben, sich einzubringen.

Acht Länder, ein gemeinsames Ziel

Neben intensiven Diskussionen und Workshops bot das Kick-off-Meeting vor allem die Gelegenheit, die Menschen hinter LIFE MUMs kennenzulernen. Unterschiedliche Erfahrungen aus acht europäischen Ländern, verschiedene fachliche Perspektiven und ein gemeinsames Ziel kamen in Hamburg zusammen: Menschen dabei zu unterstützen, ihre Belastung durch hormonell wirksame Chemikalien zu reduzieren und damit zu einer gesünderen Lebensumgebung für heutige und zukünftige Generationen beizutragen.

Nach drei intensiven Tagen ist klar: Es liegen spannende Jahre vor uns.

Wir freuen uns darauf, euch auf diesem Weg mitzunehmen und in den kommenden Monaten mehr über LIFE MUMs, unsere Partner*innen und unsere Arbeit zu berichten.

LIFE MUMs wird von der Europäischen Union im Rahmen des LIFE-Programms kofinanziert. Die darin geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autor*innen und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder der CINEA wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können dafür haftbar gemacht werden.

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