Am 22. August wurde im Goldbekhaus in Hamburg-Winterhude ein neuer Raum für’s Teilen, Reparieren und Selbermachen eröffnet: „Teilen & Schrauben“. In einem ehemaligen Lagerraum im Souterrain entsteht damit ein Ort, an dem Menschen aus der Nachbarschaft zusammenkommen, sich austauschen und zirkuläre Ideen und Praktiken gemeinsam ausprobieren können.
Die Eröffnung war ein wichtiger Schritt, um Kreislaufwirtschaft im Alltag und im eigenen Stadtteil konkret erlebbar zu machen. Über den Tag verteilt konnten Besucher*innen an verschiedenen Mitmach-Aktionen teilnehmen – darunter Siebdruck, die Herstellung von eigenem Deo, das Knüpfen von Beuteln sowie das Gestalten von Buttons und Postkarten. Außerdem gab es einen Flohmarkt und einen Büchertisch. Für Erfrischungen sorgten selbstgemachte Limonade und Empanadas.
Am Abend stellte der Autor und Macher Konrad Staisch sein Buch Das, was da ist vor. Darin geht es um Selbermachen, Handwerk, Materialien, Schrott, Umwege und kreative Lösungen. Anschließend kamen die Besucher*innen miteinander ins Gespräch: über Reparieren, Teilen und Selbermachen, über die Idee einer Kreislaufgesellschaft und darüber, was in dem neuen Raum künftig alles entstehen kann.
Der neue Raum „Teilen & Schrauben“ soll künftig Platz für weitere Aktivitäten wie Repair Cafés, Workshops und andere nachbarschaftliche Initiativen bieten. Damit knüpft das Goldbekhaus an seine bisherigen Aktivitäten an, Kreislaufwirtschaft im Stadtteil sichtbar und erlebbar zu machen und Menschen zum Mitmachen einzuladen.
Auch für das INTERREG-Projekt Circ@Home ist der neue Raum von besonderer Bedeutung. Im Rahmen des Projekts entwickelt sich das Goldbekhaus zu einem lokalen Treffpunkt, an dem Haushalte, lokale Dienstleistungen und die Nachbarschaft rund um das Thema Kreislaufwirtschaft zusammenkommen können. Durch niedrigschwellige Angebote zum Teilen, Reparieren und gemeinsamen Lernen soll es leichter werden, zirkuläre Lebensweisen im Alltag auszuprobieren und dauerhaft zu verankern.
Die Eröffnung von „Teilen & Schrauben“ ist damit mehr als die Eröffnung eines neuen Raumes: Sie ist ein erster Schritt hin zu einem Ort für zirkuläres Leben im Stadtteil – einem Ort, an dem Ideen geteilt, Dinge repariert und neue Formen des gemeinschaftlichen Konsums ausprobiert werden können.

Das Projekt Circ@Home wird von Interreg Baltic Sea Region kofinanziert. Circ@Home bringt Haushalte, lokale Dienstleistungen und Gemeinden zusammen, um den Übergang zu einer kreislauforientierten und nachhaltigen Lebensweise zu gestalten.
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